Medizingeschichte

Ein weiterer Anatomie-Link: The Body Revealed: Renaissance and Baroque Anatomical Illustration.

Das 1785 gegründete Josephinum war eine medizinisch-chirurgische Akademie, die Militärärzte ausbildete. Diesem Zweck diente auch eine anatomische Wachsfigurensammlung, die heute als Museum des Instituts für Geschichte der Medizin (Teil der Universität) besichtigt werden kann.

Auch die Bibliothek scheint sehr interessant zu sein - ein schöner Lesesaal und ein Buchbestand aus mehreren Jahrhunderten und Fachgebieten, darunter Ethnomedizin.

Aus heutiger Sicht ist die Medizingeschichte natürlich voll von Beispielen, in denen, getragen vom zeitgenössischen Welt- und Menschenbild, an Menschen auf recht zweifelhafte Weise rumgedoktort wurde. Das Museum of Questionable Medical Devices zeigt ein paar Geräte und Methoden.

[Nachtrag] Ebenso das Quackatorium (mit Schwerpunkt auf Elektroschock-"Therapien")

Wieder ein Anatomie-Link, diesmal, wie der weibliche Körper ins Blickfeld geriet.

Vielleicht erinnert sich noch jemand, an die Dream Anatomy der National Library of Medicine. Die haben jetzt zusätzliche verschiedene historische Anatomiebücher zum Durchblättern ins Netz gestellt: http://www.nlm.nih.gov/exhibition/historicalanatomies/browse.html

Wem das noch nicht langt, dem sei dringend die vollständige, reich illustrierte Ausgabe von Henry Grays Anatomy of the Human Body aus dem Jahr 1918 empfohlen.

In der medizinischen Abteilung der University of Kansas ist eifrigst gescant worden. Und ein wunderbares Bildarchiv zur Medizingeschichte ist so entstanden. Viele Hundert Abbildungen aus medizinischen Büchern, Texten und Beschreibungen der letzten acht Jahrhunderte ... der menschliche Körper, Arzt u. Patient, Untersuchungen, Gesundheit, Geburt, Heilmittel, Instrumente u.v.m. Dazu jeweils Kurzinfos zu Autor und Werk, aus dem die entsprechenden Abbildungen entnommen sind.

Aber da gibt's noch mehr. Und wer sich schon auf den Seiten der Clendening Library befindet, sollte sich unbedingt auch deren Startseite anschauen. Briefe von und Quellen zu Florence Nightingale (als Scan und in Klartext); dazu Links zu anderen F.N.-Seiten. Texte über und autobiographische Notizen von Rudolf Virchow. Eine riesige Porträt-Sammlung von Medizinern und Medizinerinnen (von A bis Z). Dazu eine Sammlung japanischer Holzschnitte und Malereien mit medizinischen Motiven sowie eine herrliche Galerie chinesischer Public-Health-Poster. Und schließlich auch eine (kleine) Linkliste zu anderen Seiten, die sich der Medizin-Geschichte widmen. Kurzum: Stunden lohnenden Stöberns.


alles, ja alles via koewi.log

Nachdem in ARCHIVALIA freundlicherweise auf ein interessantes Internetangebot zur böhmischen Geschichte aufmerksam gemacht wurde, gilt es natürlich, im Gegenzug einen besonderen Leckerbissen (wie ich finde) nicht nur in Netbib, sondern auch hier anzuzeigen: das Digitalisierungsprojekt Dioscorides. Wenn man den Katalog (ein INNOPAC) aufruft, kann man mit der Suchbegrenzung (limitar ...) im digitalisierten Altbestand (überwiegend lateinische Werke zur Medizingeschichte) suchen und die Werke als Faksimiles ansehen - nur eine kostenfreie Registrierung (Name und Vorname sind Pflicht) ist erforderlich.

Wunderschön dargebrachte Ausstellung der National Library of Medicine. Wie an der Schwelle zur Neuzeit das Körperinnere erdacht und -träumt wurde.

nicht schön

Die Moulagensammlung in der Universitätshautklinik in Kiel diente von 1906- bis in den 2. Weltkrieg als Unterrichts- und Anschauungsmaterial für Hautärzte und Medizinstudenten. Die aufwendigen, plastisch modulierten Krankheitsbilder hatten damals den Stellenwert, der heute der klinischen Photographie zukommt. Heute sind sie vorrangig von künstlerisch - historischem Interesse, dokumentieren aber auch Krankheitsbilder, die teilweise durch verbesserte Therapien oder Prophylaxe fast ausgestorben sind. [via kosmonautentraum]

The Dittrick Medical History Center is dedicated to the study of the medical past through a distinguished collection of rare books, museum artifacts, archives, and images. The Dittrick originated as part of the Cleveland Medical Library Association (est. 1894) and today functions as an interdisciplinary study center within the College of Arts and Sciences of Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio. [via zeit weblog]

Dittrick Medical History Center

 
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