"Selbst klügste Köpfe grübelten daran vergebens: das Renaissance-Genie Leonardo da Vinci im 15. Jahrhundert zum Beispiel (er hinterliess Skizzen eines Drehkörper-Mobiles); 1670 John Wilkins, Bischof von Chester (Wasserrad mit Pumpenhub); 1742 der Mathematiker Johann Bernoulli (Zweiflüssigkeiten-Dauertropfgerät). Warum all diese Hoffnungen hatten trügen müssen, dämmerte schliesslich dem Heilbronner Arzt Julius Robert Mayer. 1845 formulierte er, einst selbst auf der Suche nach dem Wunderapparat, seine Einsicht mit dem "Satz von der Erhaltung der Energie". [ Geo ]

"...Paul Scheerbart bastelte Zeit seines Lebens an einem Perpetuum Mobile, das Buch darüber erschien 1910 bei Rowohlt. Darin bekannte Scheerbart: "Die reale Wirklichkeit ist immer ganz anders und zerstört gar viele Phantasiereiche. Und so muß ich zum Schluß ehrlich gestehen, daß ich eigentlich die praktische Verwertbarkeit dieses Perpetuums nicht sehr heftig herbeiwünsche. Die Praxis wird viele meiner Phantasien zerstören. Das weiß ich ganz genau." [via Der Schockwellenreiter]

(aus IT&W 2001, Maschinenträume)
 
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