»Im folgenden Text soll dargestellt werden, wie eine spezielle Art des Genrekinos beziehungsweise -films von der deutschen Zensur betroffen ist. Der Horror-, Splatterfilm wird, neben dem pornographischen Film schon seit den frühen 60 Jahren als "entfant terrible" der Filmindustrie und der Medien gesehen. Was seiner Zeit die Gemüter erhitzte, wird in der jetzigen Medienlandschaft als Kulturgut angesehen, der Film "Die Sünderin", damals auf dem Index, dient heute als nette kulturelle Abendunterhaltung. Auch wenn die Moral- und Sittenansprüche der 60iger Jahre denen der heutigen Zeit zum Glück nicht mehr gleichen, die sexuelle Revolution stattgefunden und die restriktive Macht der Kirchen abgenommen hat, sind die Regulative der Filmzensur zwar abgeschwächt - manch einem kommen sie wie Relikte aus einer fernen Zeit vor-, bestehen aber immer noch. Auch heute noch urteilen die Kenner und Könner der FSK oder der BPjS über den Wert, Kunstanspruch oder die (Un-) Bedenklichkeit eines Kino- oder Videofilms. Und auch heute noch werden Entscheidungen getroffen, die über die Veröffentlichung eines Mediums bestimmen, und in zahlreichen Fällen den Unmut des Filmschaffenden sowie des Publikums hervorrufen.«
Zensur und Verbote im Genrefilm.Die große Schnittparade des Horrors- und Splatterfilms von C. Weinrich
Zensur und Verbote im Genrefilm.Die große Schnittparade des Horrors- und Splatterfilms von C. Weinrich
daskollektiv - am Montag, 14. April 2003, 20:55 - Rubrik: film